Puls Helau 2014 - ein Dorf feiert Karneval

Zum 25. Mal nach der karnevalistischen Zeitrechnung veranstaltete der Pulser Karnevalsverein (PKV) sein traditionelles Faschingsfest. Allerdings musste mit einer liebgewordenen Tradition gebrochen werden, das Fest konnte nicht mehr wie bisher im Pulser Gasthof „Zur Linde“ gefeiert werden, da dieser geschlossen wurde. Gefeiert wurde stattdessen im Ausweichquartier, im Dorfgemeinschaftshaus der Nachbargemeinde Seefeld.

„Zunächst habe ich gedacht, das kann eigentlich nichts werden, aber dann hat doch alles wunderbar geklappt“, freut sich Faschings-Präsident Jürgen Schmid, „das Organisationsteam hat eine tolle Arbeit geleistet.“ Sein besonderer Dank gilt der Nachbargemeinde Seefeld, mit der Puls seit langem eine sehr gute Nachbarschaft pflegt. Jürgen Schmid und Co-Präsident Carsten Wulff hielten an beiden Faschingstagen, zur Generalprobe mit Publikum und dann zur großen Faschingsfeier, Einzug in den an beiden Tagen voll besetzten Saal. Im Wechsel moderierten die beiden Präsidenten die Veranstaltung und ließen die Akteure jeweils mit dem Narrhallamarsch ein- und ausmarschieren.


Viele Tanz- und Gesangseinlagen- von „Hildegard Knef“ bis „Herzilein“ brachten das Publikum in Schwung. Gleich zu Anfang ließen es Aileen, Lydia und Christine mit ihrem Tanz zu den Klängen „Pata Pata“ von Miriam Makeba sowie Gesa und die Jungs vom Motorradclub (MC), Clemens, Udo, Klaus, Steve und Mofi, die es „Rote Rosen“ regnen ließen, ordentlich krachen.Unter dem Motto „Tatütata“ hielt die Feuerwehr Puls mit Torsten, Jan Marten, Marten, Peter, Lukas, Torsten, Tim, Christoph, Rüdiger, Lars und Norbert mit ihrer selbstgebastelten Feuerwehr Einzug und sorgten für Lachsalven. „The Dreamer“ von Ryan Sheridan präsentierten Vater Kordi und Sohn Gerrit (elf Jahre), und „Schulz und Kocki“ standen mit ihrem Song „Herzilein“ den Wildecker Herzbuben in nichts nach. Sie wurden erst nach einer Zugabe vom Saal gelassen. Dass auch die Seefelder tolle Einfälle haben, bewiesen Kristina, Anna, Thies und Hannes, die sich die „,Muppets“ zum Vorbild genommen hatten und zu „Mahna Mahna“ die Mülldeckel klappern ließen.

Danach ließen es Kordi in Lederhosen und Gesa im feschen Dirndl frei nach Andreas Gabalier „I sing a Lied für di“ ordentlich krachen. Toll auch der Auftritt von Kristina aus Seefeld, die zum Song „Billy Jean“ Michael Jackson in Sachen Tanz fast vergessen ließ. Mathias Reim und Michelle (Frizzy und Lydia) fehlten ebenso wenig wie John Travolta und Olivia Newton-John (Kordi und Tracy), die gleich zwei Auftritte auf das Parkett legten. „Malle ist nur einmal im Jahr“ stellte Christoph fest, und die Dorf-Deppen (Karina, Janine, Frizzy, Sanne, Lydia, Christine, Aileen und Sabrina) gefielen mit einem sportlichen Medley (Summerfeeling pur).

Danach wurde die Mikrofonattrappe zur Seite gelegt, denn Gesa hatte ihren Auftritt. Sie schnappte sich das „echte“ Mikrofon und sang mit geschulter und von vielen Auftritten geübter Stimme „Take Me Home Country Roads“. Auch sie wurde erst nach einer Zugabe entlassen. Das Stimmungsbarometer gehörig ansteigen ließen anschließend Schulz und Schulz mit ihrem „Radetzky-Rap“, und die „Leningrad Comboys“ (Clemens, Udo, Klaus, Steve und Udo vom MC) ernteten für ihre spitzen Schuhe und ihre ebenso spitzen Frisuren bewundernde Blicke. Bei einer so großen Show darf selbstverständlich eine nicht fehlen: Helene Fischer, dargestellt von Sabrina, lief „atemlos durch die Nacht“.


Für Präsident Jürgen Schmid war es nicht immer ganz einfach, nach so viel „Ohrwürmern“ wieder für Ruhe zu sorgen, um den Büttenrednern das verdiente Forum zu schaffen. Nach dem Song „Kommst du in die Wechseljahre (dann wechsle den Mann)“ von Maike, sorgte Karina passend dazu mit ihrem Bütt-Beitrag „Oh Jammer, die Männer“ besonders bei dem weiblichen Publikum für Lacher. Die Revanche kam nur wenig später: Rainer berichtete von seinen Erlebnissen als „ein ganz normaler Ehemann“. Sich selbst und andere Altersgenossen auf die Schippe nahm Hanni als „Omilein“, die mit Rolator (tiefergelegt und ferrarirot gespritzt) auf den Saal kam. Nicht fehlen durfte auch Mofi als „Mario Barth sein Bruder“, der seinem Vorbild auch diesmal wieder sehr nahe kam. Ein echter Hingucker war wie immer am Schluss das Männerballett. Jan, Christoph, Michi, Lukas, Knosi und noch einnal Jan machten Waka-Wakae Shakira alle Ehre und tanzten sich, bekleidet mit feschen Strohröckchen, in die Herzen ihrer Zuschauer(innen).

Damit die beiden Präsidenten während des gut dreistündigen Programms nicht Durst leiden mussten, trat zu immer wechselnden Songs Christian mit den gewünschten Durstlöschern auf den Plan. Für alle Mitwirkenden, die sich beim großen Finale noch einmal präsentierten, gab es selbstverständlich die begehrten Orden und das dreifache „Puls-Helau“. Mit einem Orden bedankte sich Jürgen Schmid auch bei Bürgermeisterin Cathrin Hinrichsen für die freundliche Aufnahme in ihrer Gemeinde Seefeld. Mit dem traditionellen Abschlusslied „Polizeistunde“, frei nach Nabucco, wurden beide Faschingsabende beendet. Am Sonnabend wurde dann aber noch bis in die frühen Morgenstunden weitergefeiert - und es gab noch einen weiteren Programmpunkt. Die besten Kostüme aus dem Publikum wurden vorgestellt und prämiert.

Bei den Gruppen siegten die Teams „Oldesloer Korn“ gefolgt von „Kiss“ und „Pilze“, bei den Einzelkostümen die „Mumie“, der „Gelbe Engel“ und das „Kondom“.

Text und Bilder von Ursula Werlich - Mitteilungsblatt für Mittelholstein - 07.03.2014

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