Heinke Blank stellte beim Dorfabend Ihre neue Dokumentation vor

Puls - Ein Dorf mit Vergangenheit

Puls Ein Dorf mit Vergangenheit web„Für die   Gemeinde Puls und ihre Bürger ist heute ein ganz bedeutender Tag.“ Das sagte der Direktor der Schenefelder Landsparkasse, Günter Otho, während des traditionellen Dorfabends. Bedeutsam deshalb, weil in diesem feierlichen Rahmen die 144 Seiten umfassende Dorfdokumentation mit dem Titel „Puls - ein Dorf mit Vergangenheit - der Autorin Heinke Blank vorgestellt werden könne.       

Otho stellte fest, dass sich die Erkenntnis durchgesetzt habe, dass ein Volk ohne Tradition und ohne die Würdigung seiner Herkunft ein armes Volk sei, das ohne Vergangenheit auch keine Zukunft hat. Dies, so der Redner, gelte glücklicherweise nicht für Puls, denn diese Gemeinde sei ein Dorf mit ansprechender Vergangenheit. Das wäre zwar auch ohne Chronik der Fall, doch sei es außerordentlich bedeutsam, dass -das, was zumindest aus der jüngeren Geschichte an Vergangenheitswerten erfasst   werden kann, systematisch und chronologisch   aufgeschrieben und illustriert wird, um es auch nachfolgenden Generationen zugänglich zu machen. Darum sei die Arbeit der Autorin Heinke Blank in höchstem Maße bemerkenswert und im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar. Gern habe sich darum die Landsparkasse bereit erklärt, sich an den Kosten für die Erstellung des Buches mit 5000 Mark zu beteiligen. Günter Otho   erklärte; dass man damit zugleich ein Versprechen eingelöst habe, das anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der örtlichen Zweigstelle gegeben wurde. Denn nicht zuletzt durch die seit 1969 bestehende Präsenz in Puls fühle sich das Unternehmen der Gemeinde zugehörig und verbunden. 

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Jürgen Schmid: Eigentlich habe das Buch in einer kleineren Einzelveranstaltung vorgestellt werden sollen, doch mit Hilfe der Landsparkasse sei nun das große Fest ermöglicht worden. Immer wieder habe es Versuche gegeben, Daten für eine Chronik zu erstellen, doch nie wurde es richtig angepackt, erinnerte sich der Bürgermeister. Erst Heinke Blank sei es gelungen, Aufzeichnungen für das Werk zugsammenzutragen, das nun vorgestellt werden konnte. Das Geld für den Druck sei vom Gemeinderat zuvor einstimmig genehmigt worden. Doch ganz allein, so Schmid weiter, sei die Autorin bei ihrer Arbeit nicht gewesen. Puls Ein Dorf mit Vergangenheit bild

Auguste Greve, Jürgen Schmid, Heinke Blank

Mit viel Wissen über das alte Puls und vor allem vertraut mit der alten deutschen Schrift habe die 81-jährige Auguste Greve der Chronistin zur Seite gestanden. Darum überreichte er der überraschten „Co-Autorin“ als kleines Dankeschön einen Gutschein für das Schenefelder Orchideen-Café. Die Chronistin selbst erhielt einen Gutschein für ein „Essen zu zweit“ im Gasthof „Nordpol“. Auch gedacht als kleine Entschädigung für Ehemann Udo, der seine Frau während der Chronisten-Arbeit andere Tätigkeiten abgenommen hatte.

Heinke Blank   schilderte die Entstehung ihres Buches, das auch sie nicht als Chronik, sondern als Dokumentation bezeichnet Wissen möchte. in kurzen Worten- Als Mitorganisatorin der Kinderfeste habe sie zunächst nach alten Aufzeichnungen gesucht. Gefunden habe sie Berichte und Bilder, nicht nur von früheren   Kinderveranstaltungen, sondern vom Puls der früheren Jahre. Das Interesse der gebürtigen Lägerdorferin, die seit 16 Jahren mit ihrer Familie in Puls lebt. an der Vergangenheit war geweckt. Eine unentbehrliche Hilfe bei ihrer Arbeit sei ihr Auguste Greve gewesen. „Guschi hat gelesen, ich habe geschrieben“, verriet sie die konstruktive Arbeitsaufteilung. Die Freude über 100 verkaufte Exemplare des 400 Auflagen starken Werks bereits am Dorfabend war groß. Das Werk wird ab sofort auch in der Schenefelder Landsparkasse sowie in der Pulser Filiale erhältlich sein.

Mit einem Essen und einer Vorstellung von Zauberer Olaf Kohrs aus Hamburg genossen Besucher und Organisatoren den weiteren Verlauf des Abends, der vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Looft musikalisch umrahmt wurde.

Bericht von Ursula Werlich aus der Nordeutschen Rundschau im Januar 2000


 

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