Eine Reise in die Welt der Könige, Feen und Zwerge

Gudrun Böteführ lädt zur Reise ins Märchenland ein.

Ein Bericht von Kristina Mehlert, aus dem Mitteilungsblatt vom 26. Juni 2015

PULS „Es ist die Zeit der Sommersonnenwende - die Zeit, wo die Sonne im Zenit steht, die Nächte lang und hell sind, überall viel los ist, alles in Saft und Kraft steht und uns so manches Abenteuer bevorsteht.“ Mit diesen Worten eröffnete Märchenerzählerin Gudrun Böteführ die „lange Nacht der Märchen“ auf ihrem "Märchenhof Rosenrot“ in Puls und versprach ihren Gästen, sie ebenfalls auf eine Abenteuerreise durch die Märchenwelt mitzunehmen.

„Für viele hier ist diese Veranstaltung zu einem Treffpunkt geworden, an dem sie sich nach vielen Jahren mal wiedersehen.“

Gudrun Böteführ

Märchenerzählerin aus Puls

So konnten sich die rund 45 Zuhörer auf einen Abend voller Geschichten aus dem Reich der wundersamen Begegnungen von Feen, Könige, Prinzen, Zwerge, klugen, fleißigen und freundlichen Königstöchtern und vielen anderen Gestalten freuen. Und so war es die Hausherrin selbst, die mit ihrer Erzählkunst die Zuhörer von Beginn an fesseln.

Stille lag über dem mit Kerzenschein erleuchteten Raum, als sie ein irisches Märchen zu erzählen begann. Mit ihren Kurz-Geschichten erfreute sie die Herzen des Publikums und entführte es zugleich in eine andere Welt. Gekonnt spielte Böteführ mit ihrer Stimme und Bewegung oder wechselte die Rollen.

Sie entspricht eben nicht dem Erwartungsbild einer bekannten Märchenerzählerin, die in einem Sessel sitzt und vorliest. Vielmehr hat Böteführ ihre Märchen verinnerlicht, so dass sie sie dem Publikum authentisch, natürlich, überzeugend und vor allen Dingen frei erzählen kann. Das kann spannend, tiefgründig und auch mal romantisch sein.

„Die Erzählkunst ist die Kunst des Erzählers, eine Geschichte oder ein Märchen so zu erzählen, dass der Zuhörer diese so erfährt als würde er das Erzählte selbst erleben“, sagt Böteführ.

Besonders erfreut zeigte sie sich daher, dass auch einige Gasterzähler zur langen Märchennacht gekommen waren. Während Helga Voss aus Hohenwestedt als ehemalige Schülerin Böteführs ihre Lieblingsgeschichte um den „Prinz mit dem Eselsohr“ frei erzählte, zog Monika Wernecke aus Itzehoe mit der Geschichte „Was brauchen wir wirklich?“ die Zuhörer in ihren Bann. Über die „Geschenkte Zeit“ erzählte unter anderem Mone Marktscheffel aus Burg.

Zeit spielte an diesem Abend für Gastgeberin und Gäste überhaupt keine Rolle. „Für viele hier ist diese Veranstaltung zu einem Treffpunkt, an dem sie sich nach vielen Jahren mal wiedersehen, geworden“, sagt Böteführ, die die „lange Nacht der Märchen“ an der Harfe gemeinsam dem 14 Jahre alten Bèla am Saxophon musikalisch umrahmte.

Zeit ließen sich auch die Märchenerzähler Henning Janke aus Wrist und Kay Lorenz aus Lüneburg. „Ich überlege mir spontan ein Märchen, dass ich zum Besten geben werde“, sagt Janke und genoss vor seinem Auftritt erst einmal die Erzählungen der anderen.

Text und Bild: Kristina Mehlert

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