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Das Ehrenmal

lm Jahre 1920 beschloss man, in der Mitte des Dorfes Puls ein Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen im 1. Weltkrieg zu errichten.

Dort, wo wir es heute finden, war früher ein Feuerlöschteich. Dieser wurde zugeschüttet, aber man baute nebenan einen Brunnen mit Pumpe, damit man bei Feuer über Löschwasser verfügte.

Das gemauerte Monument in der Mitte des Platzes wurde errichtet. Der Stein links daneben stand zuerst auf dem alten Schulhof gegenüber der Schule unter einer Doppeleiche, die man 1898 anlässlich der 50-Jahr-Feier der Erhebung gepflanzt hatte. Es stand geschrieben, dass der „alte Wrigg” den Stein selbst ausgehauen hatte. Kurz vor dem 2. Weltkrieg wurde er aufs Ehrenmal verlegt und die Doppeleiche wurde 1947 gefällt. Hinter dem Stein wurde eine Hitlereiche gepflanzt, die heute aber auch nicht mehr steht.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde ein zweiter Stein errichtet. Dazu schrieb man in der Tageszeitung: Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der Gedenkstein für die Opfer des Krieges 1939-1945 eingeweiht. Bevor Bürgermeister Holling in schlichten Worten der Gefallenen und der weiteren Opfer gedachte, bat er die Gemeindemitglieder herzlich, mit dafür zu sorgen, dass die Anlagen pfleglich behandelt werden. „Wir wollen keinen Krieg mehr, wir wollen unsere Söhne in Frieden aufziehen", aber die Opfer des Krieges hätten einen Anspruch darauf, dass man ihrer ehrend gedenke. Die Enthüllung des schönen Steines nahm sodann Pastor Dunker im Rahmen einer Gedenkrede vor. Die Gemeinde Puls - Flüchtlinge und Einheimische – hätte 41 Gefallene und 16 Vermisste zu beklagen. Diese Zahlen seien nicht endgültig. Der Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe des Reichsbundes Richard Söhrn sagte dazu folgendes: Bei dem Gedenkstein handelt es sich um einen Sandstein aus der Dalarne in Mittelschweden (Errationsblock der vorletzten Eiszeit). Er ist von seltener Größe und wurde auf dem Acker „Horst-Lehmlage” des Bürgermeisters Walter Holling gefunden, der ihn der Gemeinde zu diesem Zwecke schenkte. Geschlagen wurde er von der Firma Kolbe, Itzehoe, hier an Ort und Stelle.

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Hier wurde der Stein 1951 an seinen heutigen Standort transportiert.

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Bilder der Heimat: Puls mit seiner schönen Anlage für die Gefallenen

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Ein sehr altes Bild von 1885, leider sind nur einige Nachnamen der Herren bekannt. Oben Mitte: Wulff rechts außen: Lahann, unten rechts: Martens