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Das lsboßeln

Ein altüberlieferter Brauch ist das jedes Jahr zur Fastnacht stattfindende „lsboßeln” oder „Burnfastabend” in Puls. Ein Brauch, der Jahrzehnte, ja Jahrhunderte überlebt hat und trotz Krieg und Zusammenbruch durch Festhalten der Dorfbewohner an alter Tradition immer wieder ins Leben gerufen wurde. Es ist ein Dorffest im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings nur für Verheiratete, das getragen wird vom Wettstreit der Männer, die durch Werfen mit einer bleigefüllten Holzkugel, dem sogenannten Boßel, eine Sieger- und Verliererpartei ermitteln. Letztere ist dann verpflichtet, die Zeche, d. h. den Schnaps, der beim Boßeln ausgeschenkt wird, zu bezahlen. Viel Spaß begleitet diesen uralten Brauch. Nach dem Boßeln begeben sich die Männer ins Gasthaus, wo sich inzwischen auch die Frauen eingefunden haben, und bei einer gemeinsamen Kaffeetafel mit dem bekannten „Heissewecken-essen” geht es weiter, bis dann fröhliche Stunden mit Tanz folgen. Leider mussten Lehrer und auch Gemeinderat immer wieder darauf hinweisen, dass die Bevölkerung mehr Interesse an dieser alten Tradition zeigen sollte, da die Beteiligung oft sehr gering ist. Es wäre schade, wenn es aus diesem Grund vergessen würde.

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