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Die Doppeleiche auf dem Schulhof

1898 fand die 50-Jahr-Feier der Erhebung der Herzogtümer gegen die Dänen statt. Zu diesem Zweck wurde das brachliegende Grundstück, welches gegenüber dem erst 1911 erbauten Schulhauses liegt, eingefriedigt und bepflanzt.

Der Bürgermeister sprach davon, dass er hoffe, dass dieser Platz, ausgestattet mit Tannenhain, Spielgeräten und Rasenfläche, eine Zierde des Dorfes und für die Kinder ein schöner Platz zum Spielen und Turnen werden würde. Nach seiner Ansprache pflanzte der Lehrer mit den Kindern in die Mitte des Platzes eine Doppeleiche. Davor wurde ein Gedenkstein gesetzt, den der „alte Wrigg” selbst ausgehauen hatte. Dieser Stein wurde kurz vor dem 2. Weltkrieg neben das Kriegerdenkmal verlegt, dahinter pflanzte man eine „Hitlereiche". Die Doppeleiche von 1898 wurde nach dem 2. Weltkrieg gefällt, denn der Winter war sehr streng und es gab keine Feuerung. Dazu schrieb der Lehrer in die Chronik: „Im Februar 1947 wurden durch die Gemeinde, ohne vorherige Kenntnisgabe an die Lehrer, auf dem Schulhof eine Reihe alter Bäume niedergeschlagen. Es fiel auch die Doppeleiche, die 1898 gepflanzt wurde. Von den gewonnenen 15 m Holz erhielt die Schule 2 m. Eine größere Anzahl Tannen wurde schon mal vor dem Kriege niedergemacht, so dass heute von der ,Zierde des Dorfes' nur ein kümmerlicher Rest übriggeblieben ist."