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Beschreibung des Ortsbildes

Der Ort Puls entwickelte sich von einem typischen Bauerndorf mit einzelnen Höfen zu einem gemischten Standort für bäuerliche Wirtschaften und reine Wohnfunktion. Der Ort hat die Form eines Haufendorfes. Er wird durch geschwungene lange Straßen durchquert, an denen die einzelnen Grundstücke liegen. Hauptstraßenzüge sind die Schulstraße, Bahnhofstraße und Meiereistraße. Deren Straßennamen weisen auf frühere Nutzung hin, die heute im Ort nicht mehr vorhanden ist. Straßen und Gehwege sind asphaltiert, was zwar benutzerfreundlich ist, dem Charakter eines alten Bauerndorfes aber widerspricht.

Alle Grundstücke haben Größen über 1000 Quadratmeter. Typisch für das Ortsbild sind zusammenhängende Wiesenflächen als Hauskoppeln oder parkartige Baumstandorte hinter den Gebäuden. Zentrum des Ortes ist der Platz um die alte Dorflinde im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße / Schulstraße. Für die aktive Erholung gibt es in der Gemeinde 2 Sportplätze und einen Reiterplatz, welche hauptsächlich durch die Vereine des Ortes genutzt werden. Für die Kleinsten ist am Rand eines Sportplatzes ein öffentlicher Kinderspielplatz eingerichtet.

Die Gemeinde liegt im Bereich der Niederen Geest und gehört örtlich zur Heide-Itzehoer Geest.

Das Landschaftsbild um die Gemeinde Puls wird heute durch eine hügelige Kulturlandschaft geprägt. Das Gebiet ist waldarm, jedoch wird das Landschaftsbild durch zahlreiche Wallhecken, die sogenannten Knicks, bereichert. Die Waldarmut wird dadurch wenig spürbar. Puls liegt im Bereich der niederen Geest mit einer durchschnittlichen Geländehöhe von 30 m über NN. Das Gelände steigt von ca. 20 m über NN im Bereich der Mühlenbek in südöstlicher Richtung auf 37 m über NN am Pulserberg und 45 m über NN an der Kiesgrube westlich von Dieken an.

Die Landschaftsform um Puls entstand als Folge der Wechsel-Eiszeit. Durch das Abfließen von Schmelzwässern in Richtung Urstromtal der Elbe entstanden großflächige Sanderflächen und Talrinnen, in denen sich auch der Fluss Stör bildete.

Die Wasserversorgung der Bevölkerung des Kreises Steinburg erfolgt aus natürlichen vorhanden Grundwasservorkommen, die in 50 bis 90 m Tiefe liegen.

Die Zuständigkeit dafür liegt bei den Wasserbeschaffungsverbänden. In der Gemeinde Puls sind 98% der Haushalte seit 1994 an das zentrale Wasserversorgungssystem angeschlossen. 2%, Einzelgehöfte im Außenbereich, haben noch eine eigene Brunnenversorgung.

In der Gemeinde Puls wurde 1984 eine zentrale Entwässerungsanlage gebaut. Über die Einrichtung von Klärteichen werden die Abwässer gereinigt. Foto mit Drohne machen

Das Landschaftsbild der Gemeinde wird durch eine noch fast vollkommene, von Flurbereinigungsmaßnahmen verschonte, erhaltene Knicklandschaft geprägt. Knicks sind mit Bäumen und Sträuchern bepflanzte ca. 1,00 m hohe und 2,00 m breite Erdwälle mit dem Charakter einer freiwachsenden Hecke.